Talk Noir der Krimipodcast des Polar Verlags

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Krimipodcast

Talk Noir zu Pascal Dessaint "Verlorener Horizont"

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Mit mir am Mikrofon der Journalist Carsten Germis und der Kritiker Alf Mayer. Am Ende des Podcasts stellen wir wieder drei Bücher unserer Wahl vor. Diesmal: David Peace „Tokio, neue Stadt“, Louise Louna „Tote ohne Namen“ und S.A, Cosby „Blacktop Wasteland“ . Zunächst jedoch zu Pascal Dessaint und seinen Roman Noir „Verlorener Horizont“. Pascal Dessaint hat nicht den typischen Kriminalroman geschrieben, bei dem am Ende die Gerechtigkeit siegt. Seine Helden wissen von Anfang an, dass es diese nicht gibt und flüchten aus ihr an den Rand der Gesellschaft. Doch die Gewalt ist nicht etwas, was sie einfach hinter sich lassen. Sie folgt ihnen oder sie tragen sie in sich. Was mich zu der Frage bringt, wo liegt der feine Unterschied zwischen einem reinen Kriminalroman und einen Roman Noir?

Talk Noir zu Anthony J. Quinn "Auslöschung"

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Ich begrüße Sie zur neuen Ausgabe der Talk Noir. Mit mir am Mikrofon die Autorin Susanne Saygin und der Kritiker Marcus Müntefering. Diesmal empfehlen wir am Ende des Podcast „Siegerin“ von Yishai Sarid, „Der heilige King Kong“ von James McBride und „Der Tod in ihren Händen“ von Ottessa Moshfegh. Zuerst aber zu Anthony J. Quinn und seinem Kriminalroman „Auslöschung“, der der Auftakt zu einer Serie um den Polizeiinspektor Celcius Daly aus Belfast ist. Das Ausmaß des nordirischen Dramas, das über Generationen Opfer in den Familien hinterlassen hat, prägt die Gegenwart. Ein vor Jahrzehnten Vermisster, die Machenschaften der IRA und der Special Branch und ein an Demenz erkrankter ehemaliger Geheimdienstoffizier, stören die trügerische Ruhe des Friedens von Belfast. Ein Mord soll unter den Tisch gekehrt werden. Ein weiterer geschieht. Was mich zu der Frage bringt, lässt sich die Vergangenheit jemals besänftigen?

Weitere Informationen auf unserer Website www.polar-verlag.de. Fotos, Interview mit der Autorin, Nachwort aus dem Buch, sowie Playlist, Rezensionen und Leseprobe.

Talk Noir zu Tahar Ben Jelloun "Schlaflos"

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Mit mir am Mikrofon die Journalistin Lore Kleinert und der Buchhändler Axel Stiehler. Diesmal empfehlen wir am Ende des Podcast Haruki Murakami „Erste Person Singular“, Christine Wunnicke „Die Kunst der Bestimmung“ und die Biografie über „Susan Sontag“ von Benjamin Moser. Zunächst jedoch zu Tahar Ben Jellouns Kriminalroman „Schlaflos“. Ein Drehbuchschreiber, der unter Schlafmangel leidet findet heraus, dass er besser schlafen kann, wenn er mordet. Sein erster Mord ist noch ein Gnadenakt, als er seine Mutter von ihrem Leiden erlöst. Die nächsten Morden sind dem Schlafzwang geschuldet und führen ihn immer abstrusere Begegnungen. Was mich zu der Frage bringt, gibt es sympathische Serienkiller?

Talk Noir zu J. Todd Scott "Die weite Leere"

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Mit mir am Mikrofon die Journalistin Lore Kleinert und der Buchhändler Axel Stiehler. Diesmal empfehlen wir am Ende des Podcast Haruki Murakami „Erste Person Singular“, Christine Wunnicke „Die Kunst der Bestimmung“ und die Biografie über „Susan Sontag“ von Benjamin Moser. Zunächst jedoch zu Tahar Ben Jellouns Kriminalroman „Schlaflos“. Ein Drehbuchschreiber, der unter Schlafmangel leidet findet heraus, dass er besser schlafen kann, wenn er mordet. Sein erster Mord ist noch ein Gnadenakt, als er seine Mutter von ihrem Leiden erlöst. Die nächsten Morden sind dem Schlafzwang geschuldet und führen ihn immer abstrusere Begegnungen. Was mich zu der Frage bringt, gibt es sympathische Serienkiller?

Talk Noir zu Jon Bassoff "Factory Town"

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Mit mir am Mikrofon der Journalist Carsten Germis und der Kritiker Alf Mayer. Auch heute wieder am Ende mit drei persönlichen Empfehlungen von uns. Diesmal John Niven „F*ck-List“, David Wish-Wilson „ Das große Aufräumen und Richard Ford „Irische Passagiere“. Doch zuerst zu Jon Bassoff und „Factory Town“. Russell Carver ist auf der Suche nach einem verschwundenen Mädchen nach Factory Town gekommen. In ein postindustrielles Ödland aus verlassenen Gebäuden und bröckelndem Asphalt. Mitten in ein mysteriöses Labyrinth voller Stimmen und merkwürdiger Begegnungen, stößt er nicht nur auf Hinweise, die ihn dem vermissten Mädchen näherbringen, sondern auch auf seine eigene desaströse Vergangenheit. Was mich zu der Frage bringt, wieviel Vergangenheit, der wir uns stellen müssen, ertragen wir?

Talk Noir zu Taylor Brown"Maybelline"

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Mit mir am Mikrofon der Journalist Carsten Germis und der Kritiker Alf Mayer. Auch heute wieder am Ende mit drei persönlichen Empfehlungen von uns. Diesmal Ted Lewis „Schwere Körperverletzung“, Stephen Hunter „Im Visier des Scharfschützen“ und Raymond Chandler „Die kleine Schwester“. Zuerst jedoch sprechen wir über Taylor Brown und seinen Kriminalroman „Maybelline“ in der Übersetzung von Susanna Mende, dessen Titel gleich auf das legendäre Fahrzeug hinweist mit dem Rory Alkohol schmuggelt und auf der Suche nach der Vergangenheit seiner Mutter ist. Was mich zu der Frage bringt, muss man nur schnell genug sein, um nicht ins Gefängnis zu kommen oder braucht es etwas mehr zum Alkoholschmuggel?

Talk Noir zu Doug Johnstone "Der Bruch"

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Mit mir am Mikrofon die Schriftstellerin Susanne Saygin und der Kritiker Marcus Müntefering. Doug Johnstone erzählt in seinem Kriminalroman „Der Bruch“ die Geschichte von drei Geschwistern und einer drogensüchtigen Mutter, die in einem der vernachlässigten Viertel Edinburghs leben. Im Mittelpunkt steht der siebzehnjährige Tyler, der sich liebevoll um seine kleine Schwester Bean kümmert und sie vor ihrem aggressiven Bruder Barry zu schützen sucht. Zusammen mit ihrer Schwester Kelly steigen Barry und Tyler regelmäßig in fremde Häuser ein. Als der Einbruch beim Bandenchefs Deke Holt misslingt, Barry dessen Frau niedersticht und lebensgefährlich verletzt, befindet sich Tyler plötzlich in einer ausweglosen Situation. Was mich zu den Frage bringt, darf man seine eigene Familie ans Messer liefern?

Unsere Empfehlungen am Ende:
Szczepan Twardochs Das schwarze Königreich Rowolth
James Ellroy Jener Sturm Ullstein
Colum McCann Apeirogon Rowolth

Talk Noir zu Marcello Fois "Abschiede“

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„Abschiede“ von Marcelo Fois in der Übersetzung von Monika Lustig ist der erste italienische Autor, der im Polar Verlag erscheint. Im verschneiten Bozen verschwindet ein Junge mit ungewöhnlichen intellektuellen Fähigkeiten aus dem Auto seiner Eltern. Als Commisario Striggio in dem Fall ermittelt, gewinnt er bei seinen Befragungen schnell den Eindruck, dass niemand in dessen Umfeld unschuldig, aber auch nicht völlig schuldig ist. Auch privat geht es in seiner Liebe mit Leo um aufgeschobene Wahrheiten. Sein Liebhaber drängt ihn dazu, ihre Beziehung nicht länger zu verheimlichen. Zu glauben, dass man nur tief genug graben muss, um das Leben in einem klaren Licht zu betrachten, entpuppt sich als Illusion. Was mich zu der Frage bringt, wie ehrlich gehen die Figuren in diesem Roman eigentlich mit sich selbst um?

Talk Noir zu Valentine Imhof "Aus lauter Zorn“

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In ihrem Kriminalroman „Aus lauter Zorn“ erzählt Valentine Imhof die Geschichte von Alex Fjaersten, norwegische Kindheit, französische Jugend, Backpackerin, Sie reist als Musikjournalistin von Festival zu Festival. Bei einem Konzert lernt sie einen Musiker kennen, der behauptet, in der Band des berühmten Trent Reznor gespielt zu haben. Nachdem sie in Louisiana nur knapp dem Tod entkommen ist und einen Mord begangen hat, bildet sie sich ein, dass der Musiker zu jenen gehört, die sie verfolgen. Sie tötet ihn in einem Hotelzimmer. Ihr Körper ist mit winzig klein geschriebenen Zitaten tätowiert, die als Schutzhülle vor ihren grausamen Erinnerungen dienen. „Aus lauter Zorn“, ist das beklemmende Porträt einer Frau und ihrem missbrauchten Körper, was mich zu der Frage bringt: Wie überlebt man das?
Am Ende empfehlen wir: Anna Burns „Milchmann“, Charlotte Wood „Ein Wochenende“ und Vicor Jestin „Hitze“.

Talk Noir zu Mike Knowles "Tin Men“

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Unsere erste Neuerscheinung im Herbst ist Mike Knowles „Tin Men“ übersetzt von Karen Witthuhn. Detective Julie Owen wird brutal in ihrem Bett ermordet und ihr ungeborenes Kind aus ihr herausgeschnitten. Ihre Kollegen Os, Woodward und Hamlet machen sich auf die Suche nach ihrem Mörder. Sie alle sind auf ihre eigene Art kriminell und beschädigt. Doch einer von ihnen besitzt einen ganz persönlichen Grund, dieses schreckliche Verbrechen aufzuklären. Was mich zu der Frage bringt, sind kriminelle Cops faszinierender als aufrichtige, unbestechliche Gesetzesvertreter? Außerdem empfehlen wir Ingo Schulz, Die rechtschaffenen Mörder S. Fischer, Sara Sligar, Alles, was zu ihr gehört, Hanserblau und Sally Rooney, Normale Menschen, Luchterhand.

Über diesen Podcast

An jedem 8. des Monats erscheint der Podcast des Polar Verlags zu seinen Neuerscheinungen. Wie bei den Talk-Noir-Veranstaltungen in Bremen und Berlin sitzen wir zu Dritt am Mikrofon und reden über das Genre, seine Autorinnen und Autoren abseits des Mainstreams. Abwechselnd in Bremen mit der Journalistin Lore Kleinert und dem Buchhändler Axel Stiehler. In Berlin mit der Kritikerin Sonja Hartl und dem Publizisten Thomas Wörtche. Moderiert vom Verleger Wolfgang Franßen.

von und mit Wolfgang Franßen

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